Bennos bester Song

Posted in Daniel on Juli 31st, 2009 by vermisst

13 Gone Away

Ham wir zusammen aufgenommen. Ich find ihn verdammt gut.

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Werner hat gestern ne ziemlich gruselige Story ausgepackt

Posted in Daniel on Juli 31st, 2009 by vermisst

Hinten im Paketlager arbeiten immer zwei Leute. Sie nehmen die Kartons vom Band, stapeln sie auf eine Pallette und fahren sie mit einem Hubwagen in das riesige Lager. Wenn nicht grade alle Maschinen vollgas laufen, dann spuckt das Band nicht so viele Pakete auf einmal aus und es ist ein Easy-Job. Meistens kommt dann einer allein klar. Die elektrischen Hubwagen machen Spass. Keine Ahnung ob ihr schon mal einen gesehen habt. Mann kann sich auf den Motoraufbau setzen und dann damit rumfahren. Ab und zu nehmen wir die Teile und heizen gegeneinander durch die riesige Lagerhalle. Da würde ein ganzes Wohnhaus reinpassen. Die Regale sind locker 15 Meter hoch und sehen aus wie Wände aus Kartons, in denen die fertigen Verpackungen drin sind. Gestern Abend hatte ich im Paketlager Schicht. Pierre, auch eine Aushilfe, und ich haben uns am Band abgewechselt. Eine der Hallen steht leer und ich bin grade durchgefahren, als mir was aufgefallen ist. Ganz hinten am anderen Ende der Halle hab ich jemanden stehen sehen. Ich bin im ersten Moment ziemlich erschrocken, weil in der Halle normalerweise niemand ist . Und in der kleineren schon gar nicht, weil dort grade umgebaut wird. Als der Typ gesehen hat, dass ich ihn bemerkt hab, hat er kurz den Arm gehoben und sich dann umgedreht. Ich bin in seine Richtung gefahren und wollte ne Runde drehen. Hab ihn dann aber nicht mehr gesehen. Später hat mich Werner, ein Kollege von meinem Vater mit nach Hause genommen. Ich hab ihm

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Mein Vater, Burger, Minigolf und die Nutten…

Posted in Daniel on Juli 30th, 2009 by vermisst

Am Wochenende arbeite ich Nachtschicht Karton-Gruselkabinett. Dann bin ich mit der Fabrik fertig. Keine Freaks mehr, kein Giovanni, der Daywalker mehr. Nach der Arbeit war ich gestern mit meinem Vater Burger essen, dann sind wir zum Minigolf gegangen. Mein Vater ist echt gut, aber er spielt ziemlich unfair find ich. Er greift den Schläger immer ganz unten, damit er besser zielen kann. Ich hab ihm erzählt, das ich mir morgen einen Rucksack kaufen will, um für die Tage in Hamburg gut vorbereitet zu sein. Er wollte mit mir unbedingt über Hamburg reden und irgendwann hab ich geschnallt warum. Reeperbahn, Rotlicht, die Nutten. Er wollte wissen ob ich schon mal Sex hatte. Wie abgefahren. Das frägt er mich während wir Minigolf spielen. Vor uns ham grade zwei Frauen gespielt. Die haben das mitgekriegt und sich umgedreht. Ich hätt ausflippen können, habs aber gelassen. Mein Alter halt. Nein, hab ich gesagt, nein ich hatte noch keinen Sex. Ob ihn das jetzt irgendwie beruhigt wollt ich wissen. Dann hatt er wieder mit den Nutten angefangen. Er hat wirklich Nutten gesagt. Ich hab euch ja erzählt mein Vater und ich haben nicht unbedingt viel gemeinsam. Ich bin echt nicht Aggro aber in diesem Moment hat nicht viel gefehlt und ich hätt ihm mit dem Schläger einen Scheitel gezogen.

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Die Monster bringen mich um!

Posted in Daniel on Juli 29th, 2009 by vermisst

Was soll das? Diese Monster bringen mich um. Seit dieser Woche hat meine Mutter nicht nur einen Hundesalon. Nein, jetzt ist sie auch die Chefin einer Hundepension. Das heisst alle möglichen Leute bringen jetzt ihre Tölen vorbei. Bestimmt ein Traum für alle Hundefans, aber wenn man wie ich eine Tierhaarallergie hat ist es die Hölle. Ich seh jetzt grade aus wie Patrick. Als wär ich zugekifft bis an die Mandeln. Überall dieses Gebelle. Meine Mutter hat einen angrenzenden Raum im Hundesalon umfunktioniert. Dort können die kleinen Scheisser chillen und wenn ihnen das nicht reicht, dann wackeln sie in unsrer Wohnung. Es ist nur für den Sommer sagt meine Mutter. Mann, mann, mann. Klar brauchen wir das Geld und so. Aber es sind ja nicht nur die Hunde. Meine Mutter macht sich wieder tierisch Stress und muss jetzt noch länger arbeiten. In den letzten Tagen hat sie wieder öfter Nasenbluten, aber wenn’s um ihren Job geht ist meine Mutter wie ein Fomel-1 Fahrer. Helm auf und durch.

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Ich bin ein Negativbeispiel

Posted in Daniel on Juli 28th, 2009 by vermisst

Heute ist Georgette vorbeigekommen und hat mir die Seiten von ein paar Hostels in Hamburg gezeigt. Wir sind in der 7. in eine Klasse gekommen. Am Anfang hatten wir nicht soviel miteinander zu tun. Aber ich hab damals auch noch wenig Kontakt gehabt. Irgendwann letztes Jahr hab ich in einem Deutschaufsatz die einzige fünf geschrieben. Und ich hab eigentlich auf eine zwei gehofft. Als wir den Aufsatz besprochen haben, hat Frau Schermer viele Stellen aus meinem Text vorgelesen. Als Negativbeispiele. Er hat keine Namen genannt, aber alle wussten, dass ich gemeint bin. Das war die Zeit, in der meine Mutter regelmässig durchgedreht ist, wenn ich schlechter als drei war. Ich war ziemlich bedient weil ich wusste was mich zu Hause erwartet. Georgette hat gesagt, das sie die Stellen aus meinem Aufsatz nicht schlecht fand. Ich hab gemerkt, das sies wirklich so meint. Das war nett von ihr. Seitdem treffen wir uns ab und zu. Wir sind aber nur Freunde. Ich glaub auch sie steht eher auf Kevin von Scumfuck. Sorry, Georgette, aber das musse jetzt sein.

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Das letzte Video bevor Benno abgehauen ist

Posted in Daniel on Juli 27th, 2009 by vermisst

Patrick hat das Video im Dezember ein paar Tage bevor Benno abgehauen ist an einer Tankstelle aufgenommen. Ich hatte kurz davor Streit mit Benno. Deshalb ist er ausgestiegen. In einer Tasche auf dem Rücksitz hat Patrick dann das Zugticket entdeckt. Sorry, die Quali ist mies, man kann die Pixel einzeln zählen, ich weiss. Ich mach n Screenshot von dem Ticket.

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Giovanni, der Daywalker

Posted in Daniel on Juli 26th, 2009 by vermisst

So, das war meine erste Spätschicht in der Karton-Fabrik. Und was für eine. Hat sich ganz schön gezogen. Die Fabrik liegt in einem Industriegebiet. Normalerweise ist da immer ziemlich Verkehr. Aber Abends wird’s sehr still dort. Der Aufenthaltsraum im Betrieb wurde grade renoviert und liegt im ersten Stock. In der Pause war ich zuerst alleine, bis Giovanni gekommen ist. Ein Italiener, der hier fest arbeitet. Ich schätz ihn so auf Mitte 20. Er hat mir gleich am ersten Tag freundlich zugenickt. Er kann gut kochen und bringt sich immer viele Boxen mit selbstgemachtem mit. Wir haben geredet und er hat gesagt, dass ihn die Spätschichten nicht stören, weil er nicht schläft. Ich hab nicht kapiert was er meint. Er muss nicht schlafen, sagt er. Irgendwann hätte er gemerkt, dass er nicht müde wird. Den Quatsch hab ich ihm natürlich nicht geglaubt. Ich hab gedacht er will mich verarschen und macht das mit jedem Neuen. Die Unterhaltung wurde immer seltsamer. Er wollte unbedingt das letzte Wort haben. Während er sich Gabel um Gabel mit seinen dicken Fingern durch seine Nudeln Bolognese gräbt, schüttelt er plötzlich den Kopf und lacht mich aus. Kurz darauf hat er in aller Ruhe den letzten Happen  in den Mund gesteckt, die Tupperware verschlossen und ist gegangen. Was fürn Freak, ich sags euch.

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Bennos Tante steht jetzt mit dem Fernsehen in Kontakt

Posted in Daniel on Juli 25th, 2009 by vermisst

Bennos Tante steht jetzt mit dem Fernsehen Kontakt. Sie hat vor ein paar Wochen an eine Redaktion geschrieben. Hab ich euch ja erzählt. Und die haben zurückgerufen und sich erkundigt. Hätt ich nicht gedacht. Aber verdient hat sies, soviel wie sie fernsieht. Sie ist süchtig. Vor allem nach Telenovelas. Als ich das letzte mal mit ihr gesprochen hab, da hat insgesamt vier verfolgt. Sie hat jung geheiratet und sich irgendwann scheiden lassen. Seitdem ist sie alleine. Aber sie gibt wenigstens zu, dass sie noch auf Männer steht. Nicht wie die ganzen Freundinnen meiner Mutter, die immer nur Witze und ironische Sprüche machen. Und alle paar Wochen kommt eine andere zu meiner Mutter und heult, damits ihr wieder besser geht. Bennos Tante hat mich angerufen. Sie ist ziemlich nervös, weil sie befürchtet, dass sie wirklich ins Fernsehen muss. Die Leute von der Redaktion wollten alles genau wissen. Und sie würden vielleicht auch gerne mit mir sprechen, hat sie gesagt. Oh Mann, ich weiss das Benno das hier ziemlich peinlich wär. Aber daran ist er selbst schuld. Dann hätte er eben nicht abhauen dürfen. Und wenn, dann müsste eigentlich Patrick derjenige sein, der ins Fernsehen geht. Er kennt Benno doch viel länger und besser als ich. Aber ich glaub nicht, das er dazu im Moment fähig wäre.Um Patrick mach ich mir langsam ernsthaft Sorgen.

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Bei seinen Eltern habe ich sowieso keinen guten Ruf!

Posted in Daniel on Juli 24th, 2009 by vermisst

Ich war heute bei Linus und Markus, den Jungs aus der Video-AG. Markus Mutter arbeitet in einem Forschungszentrum. Sie ist Physikerin und hat einen Laser erfunden, mit dem man Krankheiten erkennen kann. Zuhause in ihrem Büro steht ein extrem starker Mac. Auf dem haben wir uns das Handy-Video noch mal vorgenommen. Markus Vater hat uns die Erlaubnis gegeben. Markus wohnt in einem ziemlich grossen Haus. Seine Eltern haben Geld, das sieht man. Der Garten ist gepflegt und direkt dahinter beginnt der Wald. Ich wollte den beiden das Detail zeigen, von dem ich euch erzählt hab. Es ist ein Zugticket, das Benno in seinem Rucksack hatte. Die Qualität ist mies und man kanns kaum erkennen, aber es ist eindeutig. Ich werd versuchen das Video am Wochenende auf die Seite zu stellen, dann könnt ihr selbst kucken. Markus ist ziemlich gut mit Photoshop. Ich wollt einen Screenshot machen, damit mans noch besser sehen kann. Mal sehen obs hinhaut. Beim rausgehen hab ich ein kleines Plastikmodell umgeworfen, das auf einem kleinen Regal neben dem Schreibtisch steht. Ich dachte es ist moderne Kunst, aber es ist eine Nachbildung des Lasers, hat mir Markus erzählt, während er die Teile aufgelesen hat. Ich hoff er kriegt keinen Ärger deswegen. Ich hab bei seinen Eltern in der letzten Zeit sowieso keinen so guten Ruf

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Meine Suche wird an der Raststätte beginnen

Posted in Daniel on Juli 23rd, 2009 by vermisst

Mein Vater hat mir das Geld vorgestreckt und heute ist endlich gekommen. Mein HDR CDX11, ein Sony-Camcorder, mein engster Begleiter in den nächsten Wochen. Ich muss lernen sie zu beherrschen, als wäre sie ein Teil meines Körpers, damit ihr auf dem Bild auch was erkennen könnt. Ich hab gleich angefangen ein paar Testaufnahmen zu machen. Ich will versuchen regelmässig ein Video zu posten. Meine Suche wird an der Raststätte beginnen. Die von der ich euch das Foto gezeigt hab. Der Geldautomat. Sie liegt an der A1 und kurz vor Hamburg. Der Plan ist mit der Mitfahrgelegenheit hinzukommen. Von da muss ich  es in die Stadt schaffen und dann direkt zu Bennos Onkel gehen. Ich werd ihn davor anrufen, aber ich denke ich sollte ihn dann einfach spontan überraschen. Das Hostel mach ich diese Woche klar. Georgette hat mir inzwischen die Adressen per Mail geschickt. Ich werd mir ein Bett für vier Tage mieten. Länger will ich nicht bleiben. Henry, der Katzenkopf hat eine Tante dort und mir ihre Nummer gegeben. Ich könnte sie bestimmt besuchen, meint er. Es ist komisch. Je näher der Zeitpunkt rückt, desto weniger denke ich daran, dass ich ihn wirklich finde. Darum geht’s mir immer weniger und langsam verstehe ich auch warum. Ich will nur mal die ersten Schritte mitgehen. Soweit ich ihm folgen kann. Vielleicht verstehe ich dann was er sich dabei gedacht hat. Vielleicht aber auch nicht. Aber ich kann sagen, dass ich wenigstens versucht hab.

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