Ein Brief von Benno

Posted in Daniel on Juni 20th, 2009 by vermisst

Ich konnte nicht schlafen seit ich Saracusa im Park getroffen hab und er mir das mit dem Brief erzählt hat. Ich wüsste nicht wieso Benno ausgerechnet ihm schreiben soll. Ich wollte eigentlich sofort mitkommen, aber dagegen hatte er was. Also war ich heute bei ihm. Saracusa steht ziemlich früh auf. Meistens so gegen 4. Ich weiss das eigentlich nur, weil Benno mir das erzählt hat. Ich denke, dass man dem Mann wahrscheinlich schon helfen könnte. Ich glaub er hat eine Psychose. So heisst das, wenn man sich in irgendwelche Phantasien reinsteigert. Ich glaub Saracusa hebt so ziemlich jeden Gegenstand auf, den er finden kann. Kugelschreiber, eingechweisste Puzzles, Plattenspieler, Kassettenrecorder und 5 Grills. Ich musste ein bisschen warten, bevor er mir aufgemacht hat. Hat ziemlich siffig gerochen. Ich hab mich durch den Flur gezwängt und bin ihm ins Wohnzimmer gefolgt. Die Wände hat er dort mit Goldfarbe lackiert. Keine Ahnung wann er zum letzten Mal Besuch hatte. Aber ich muss sagen das war mir schon ein bisschen unheimlich. Jedenfalls hat er mich wieder so komisch angesehen wie gestern im Park und mir gesagt, das er den Brief, den er „empfangen“ hat, vor die Tür von Bennos Eltern gelegt hat. Ich hab ihm nix geglaubt. Er hat mich nur dumm angegrinst. Ich bin dann gegangen. Auf dem Weg nach draussen ist mir aufgefallen, das er begonnen hat alle Möbel in sein Schlafzimmer zu wuchten. Er hat mich angestarrt, bis sich die Wohnung verlassen habe. Ich glaube er hat irgendwas vor. Ich wollte nicht, das Anita merkt, das ich bei ihm war. Deshalb bin ich ganz leise gegangen. Aber ich konnte nicht widerstehen und hab trotzdem nachgesehen. Und tatsächlich lag da ein Brief vor der Tür. Das war falsch, aber er liegt jetzt hier in einem Zimmer unter meinem Bett. Ich kanns nicht erwarten ihn aufzumachen.

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Saracusa hat Post von Benno bekommen!

Posted in Daniel on Juni 19th, 2009 by vermisst

Heute war ich auf dem Spielplatz am Wald. Dort haben wir uns eine zeitlang jeden Nachmittag getroffen. Benno, Patrick und ich. Ich war allein da. Ich hab mir gestern auf dem Heimweg einen kleinen ferngesteuerten Hubschrauber gekauft habe. Einer von den billigen aus Plastik und Pappe, kennt ihr bestimmt. Bei den Bäumen gibt es ein paar Bänke und dort habe ich Herrn Saracusa gesehen. Ich bin ihm noch nie ausserhalb seiner Wohnung begegnet. Keine Ahnung ob er mich erkannt hat, er hat jedenfalls nicht reagiert. Saracusa hatte eine Sonnenbrille auf. Bis jetzt hab ich ihn immer nur im Treppenhaus gesehen. Er wohnt in einer kleinen Wohnung ganz oben in Bennos Haus. Er ist ein älterer Mann, Italiener und schon über 30 Jahre hier. Ich weiss eigentlich nichts über ihn. Aber Benno hat mir mal einen seiner „Berichte“ gezeigt. So einmal jedes halbe Jahr schiebt er einen mehrseitigen Brief unter der Tür durch. Sie sind immer an Anita adressiert. Er läuft nicht mehr ganz in der Spur. Saracusa glaubt, dass Bennos Mutter Informationen über ihn sammelt. Post zurückhält, Fotos von ihm macht und sein Telefon abhört und das sie irgendjemandem darüber Bericht erstattet. Aber abgesehen davon ist er harmlos, sagt Anita. Als Benno klein war, ist er mal auf einen Baum im Garten hinter dem Haus geklettert. Sein Vater war bei der Arbeit und Anita hat es nicht geschafft Benno zu erreichen. Da hat Saracusa ihn gerettet. Seitdem ist Bennos Mutter für ihn eine Vertrauensperson gewesen, auch wenn er glaubt, dass sie ihn gezielt aushorcht. Einmal war Benno sogar in seiner Wohnung, weil er ihm Weihnachtsplätzchen bringen wollte. Bennos Vater wollte mit ihm nichts zu tun haben. Seit Bennos Vater seine Freunde aus der Kirche hat, meidet er Saracusa und er hat auch Benno verboten mit ihm Kontakt zu haben. Zuviel Grübeln und Denken findet sein Vater nicht gut. Jedenfalls hab ich Saracusa eine Zeit lang beobachtet, wie er so dasass und in irgendwelchen alten Zeitungen geblättert hat. Dann hab ich mich wieder mit dem Hubschrauber beschäftigt. Später irgendwann muss er mich doch bemerkt haben. Er hat auf dem Bürgersteig vor dem Spielplatz auf mich gewartet. Ich hab Hallo gesagt und versucht ein Gespräch anzufangen. Er ist vor mir hergelaufen, hat mich angesehen, als würde ich gleich ein Messer ziehen. Dann hat er gesprochen. Er hat mir erzählt, dass er Post von Benno bekommen hat. Und das er sie mir gerne zeigen würde.

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Gruss an die Video-AG. Danke für die dummen Kommentare

Posted in Daniel on Juni 18th, 2009 by vermisst

War gestern eine ziemliche Überraschung für mich. Ich war in der Video-Ag und Herr Pol unser Betreuungslehrer hat mich auf meinen Blog angesprochen und alle wollten sich den natürlich ankucken. Danke Steffen, danke Linus und Jaqueline und danke Kevin für die dummen Kommentare. Herr Pol fand den Blog gut. Und natürlich wollten dann auch alle über Benno reden. Auch aus der Klasse wird’s jetzt Sprüche geben, spricht sich ja immer schnell rum. Interessiert mich aber eigentlich gar nicht. Danach musste ich noch kurz bleiben. Ich kann ja jetzt leider nicht schreiben was sie mir gesagt haben, weil sies wahrscheinlich sowieso lesen und es eigentlich auch keinen was angeht, aber ich finds ziemlich komisch.

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Die paranoide Fresse ist verschwunden

Posted in Daniel on Juni 17th, 2009 by vermisst

Wies aussieht werd ich in den nächsten Wochen ziemlich viel Zeit haben, mich mit diesem Blog zu beschäftigen. Meine Mutter wird das mal wieder schwer nerven, aber is mir ziemlich egal. Früher sind mir Sommerferien immer extrem lang vorgekommen. Ewig, fast wien halbes Jahr. Aber jetzt ist klar, dass es einfach sechs Wochen sind. Cool ist es natürlich schon. Ich will jetzt nicht wien Spielverderber klingen. Ein Klassenkamerad von Patrick hat seit kurzem ein Auto und wir werden bestimmt einiges unternehmen. Roger, ein Freund von meiner Mutter, wollte das ich mit ihm und seiner Familie in die Ferien nach Kroatien fahr. Meine Mutter hätt das gerne gesehen. Ehrlich gesagt hat sich mich gestern drum gebeten. „Es würde sie erleichtern“. Die nervt mich so. So ein Scheiss, als wär ich irgendwie gestört. Roger kann ich mal überhaupt nicht ab. Welcher normale 40jährige Mensch fährt mit seiner Familie in ein Taekwondo Trainingscamp in Kroatien, um den schwarzen Gürtel zu kriegen. Sorry, wirklich nicht. Patrick hat gemeint wir könnten ja mal auf ein Musik-Festival gehen. Das hatten wir mit Benno immer vorgehabt. Seine Mutter hat im Juli übrigens Geburtstag und wir überlegen, ob wir ihr was schenken sollen. Also, beiden zusammen. Vielleicht ein Gutschein für einen Wochenendurlaub oder sowas. Keine Ahnung. Mal sehen. Manchmal passieren irgendwelche Kleinigkeiten, die mich an Benno denken lassen. Zum Beispiel bei Filmen. Einer von unseren Lieblingsfilmen war Snatch. Der, in dem Brad Pitt den Zigeuner spielt. Und jetzt kommt ein neuer Film mit demselben Schauspieler raus. Über Che Guevara. Wahrscheinlich sieht er sich den irgendwo an. Oft denk ich drüber nach was Benno so mitgenommen hat. Und dabei ist mir die paranoide Fresse eingefallen. Es war eine Zeichnung, die er mal in Kunst angefangen und dann zuhause weitergezeichnet hat. Darauf sieht man einen Mann mit einem Bart und einer Halbglatze, der einen anstarrt. Benno hat die Augen so fest mit Bleistift ausgemalt, das sie fast schwarz waren und ein bisschen geglitzert haben. Sie hing in seinem Zimmer an der Wand über seinem Sessel, in dem er immer Gitarre gespielt hat. Sie war das erste, was man gesehen hat, wenn man ins Zimmer gekommen ist. Und egal von wo. Es hat irgendwie so ausgesehen, als würde der Mann einen anstarren. Wir ham immer Witze drüber gemacht und sie die paranoide Fresse getauft. Das war ein Running Gag zwischen uns. Patrick konnte darauf nie so richtig einsteigen. Keine Ahnung ob ihr das kennt. Aber wenn man eine Clique ist, also mehrere Freunde hat, dann teilt man doch mit jedem spezielle Erfahrungen. Und irgendwie hat uns diese Zeichnung verbunden. Vielleicht laber ich auch grad nur n bisschen viel rum. Es gibt soviel, das ich an dieser ganzen Sache nicht checke, Benno.

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Schlaflos und paranoid

Posted in Daniel on Juni 16th, 2009 by vermisst

Früher konnt ich immer einschlafen. Aber man kann ja nur einschlafen wenn man nicht dran denkt. Ich hoffe ich pack die mittlere Reife. Ich brauch einen Schnitt von drei wenn ich in die 11. will. Wenns nach meiner Mutter geht muss ich dass und eigentlich will ichs auch. David und Matthis aus der Video-AG fangen eine Ausbildung an. Als Industriemechaniker in einer Verpackungsfabrik. Ich weiss nicht. Klar würde ich Geld verdienen, aber irgendwie hab ich da keine Lust drauf. Ich bin auch feinmotorisch nicht so der Checker. Weitermachen ist im Moment schon das Beste. Früher wollte ich immer irgendwas mit Technik und Computern machen, Ingenieur oder so, aber ehrlich gesagt. Ich weiss einfach nicht mehr so richtig. Ich muss mehr nachdenken als früher und ich glaub Patrick geht’s auch so. Deswegen und wegen dem schwülen Wetter konnte ich in den letzten Tagen nicht so gut einschlafen. Je länger ich wach lieg, desto unruhiger fühl ich mich. Ich hab sogar schon im Internet nachgesehen. Man kann sich nicht zwingen zu schlafen. Wenn einem nicht danach ist, dann sollte man besser aufstehen und was tun. Aber um ins Wohnzimmer zu kommen muss ich am Zimmer meiner Mutter vorbei und das klappt nie ohne das sies merkt. Das hat sie sich angewöhnt, seit ich öfter mit Benno weg war. Ab und zu les ich. Aber ich mach mir auch Sorgen, weil ich glaube, dass die Schlafstörungen mein Gehirn schädigen könnten und ich langsam vor mich hin vegetiere. Paranoid, ich weiss. Über so was hab ich mir vorher eigentlich nie gross Gedanken gemacht, aber seit ein Arzt bei mir im letzten Sommer das Pfeifersche Drüsenfieber erkannt hat, ist das anders. Es ist nicht viel passiert, abgesehen davon das zwei meiner Lymphknoten so gross wie Murmeln geworden sind. Die Ärzte haben gedacht, das es was ernsteres sein könnte, zum Beispiel eine tödliche Krankheit. Aber das wars nicht. Das hat mich alles ziemlich beschäftigt. Eine Woche später hab ich mit Benno und Patrik meinen ersten Joint geraucht. Ich hab immer gedacht Benno hat keine so düsteren Gedanken. Aber da bin ich mir jetzt nicht mehr so sicher. Es gibt eine Sache, die mich beschäftigt. Ich hab ja geschrieben, dass Benno mal zu unserer Schulpsychotherapeutin musste. Ich hab sie gestern in der Schule gesehen. Ich überleg mir mal mit ihr drüber zu reden.

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Bennos Ausraster haben ihn ins Krankenhaus gebracht

Posted in Daniel on Juni 15th, 2009 by vermisst

 Bennos Ausraster haben ihn ins Krankenhaus gebracht

Eigentlich, hab ich euch ja gesagt, schreib ich hier, um mal all das los zu werden, was sich in den letzten Wochen so angestaut hat. Gleichzeit weiss ich irgendwie nicht, ob ich hier wirklich alles erzählen kann. Denn es sind auch Sachen dabei, die nur Patrick, mich und Benno was angehen. Doch vielleicht gibt es Leute, die in der gleichen Situation sind. Ich weiss nicht, ob wir irgendwas hätten tun können. Echt nicht. Und es ist ziemlich sinnlos, die ganze Zeit über so was zu labern. Auch wenn Patrick das nicht hören will. Benno hatte Probleme und es sind zwei Dinge passiert, die wir definitiv mitgekriegt haben. Das erste Mal war im vorletzten Sommer. Ilonka, ein Mädchen aus der Parallelklasse feierte ihren 17. Geburtstag in einer Grillhütte im Wald. Benno hat damals grade mit seinen Auftritten angefangen und er hat Ilonka angeboten zu spielen. Es war ziemlich cool, gab jede Menge Alkohol. Ilonka hat viele russlanddeutsche Freunde. Hauptsächlich deswegen gabs statt Bier Wodka aus Kästen. Mir war noch nie so schlecht nach ner Party. Seitdem trink ich auch keinen Wodka, eigentlich gar keine harten Sachen mehr. Benno war schon vor zwölf so dicht, das er sich gar nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Er hatte sich schon 2mal übergeben, einmal auf das Auto von einem älteren Jungen. Benno war definitiv die Hauptattraktion des Abends. Patrick hat ihm ein paar Mal vorgeschlagen zu gehen, aber Benno wollte unbedingt spielen. Ich bin damit irgendwie überhaupt nicht klargekommen, deswegen ham wir kaum miteinander geredet. Ich hab nicht kapiert warum ers so übertreiben musste. Trotz seines glasigen Blicks und seiner heiseren Stimme klangen seine Songs eigentlich nicht schlecht. Er hat auch das Lied gespielt, das wir zusammen bei mir zuhause aufgenommen haben. Benno ist echt gut.                                                                                                                                        Danach hat er dann die ganze Party gesprengt. Auf dem Weg zum Klo hat er versehentlich einen von älteren Jungs angerempelt. Die mit dem Auto, das er vollgekotzt hat. Und wie er so ist, wollte er unbedingt das letzte Wort haben. Der Typ hat ihm seine Faust auf die Lippe gehauen und Benno wäre dabei fast in den Grill gestürzt. Patrick ist dazwischen gegangen. Mit ist das echt unangenehm, aber ich hatte Schiss. Hab mich nicht getraut. Ohne Patrick hätten sie ihn bestimmt richtig vermöbelt. Auch Ilonka konnte die Sache nicht mehr retten und so haben wir Benno gepackt und wollten zu Fuss zur Bushaltestelle. Patrick war stinksauer auf Benno. Ich konnte gar nichts sagen. Auf einmal hat Benno Patrick weggestossen und mit uns Streit angefangen, uns beleidigt und gelallt, wir sollen ihn nicht wie nen Idioten behandeln. Langsam hat er mich echt aufgeregt und ich konnte mich nicht beherrschen. Ich hab ihn angeschrien. Das hat ihn irgendwie getroffen. Ich hatte davor noch nie ein richtiges Wortgefecht mit ihm. Zwischen ihm und Patrick ist das öfter passiert. Da hat er sich einfach umgedreht und ist weggegangen. Patrick hat abgewunken. Das war das letzte Mal, das wir ihn an diesem Abend gesehen haben. Wir haben am nächsten Tag erfahren dass er zurück zur Party gegangen ist und weitergetrunken hat. Und das er mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus gelandet ist. Ilonkas Eltern mussten ihn in die Notaufnahme bringen. Dort haben sie ihm den Magen ausgepumpt und ihn entgiftet. Anita war ziemlich fertig. Bennos Vater ist nicht gekommen.

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Benno ist nicht vom schwarzen Mann geholt worden

Posted in Daniel on Juni 14th, 2009 by vermisst

Bennos Mutter Anita hat mich angerufen. Eine von Bennos Tanten will sich ans Fernsehen wenden, damit die einen Aufruf starten und sein Foto veröffentlichen. Für seine Tante war Benno immer wie ein Sohn. Sie selbst hat keine Kinder und hat schon immer alles für ihn getan. Ich persönlich glaub, das sie sich das zu einfach vorstellt. In Deutschland werden sehr viele Leute vermisst. Da könnten die beim Fernsehen den ganzen Tag senden, um alle vermissten Kinder, Ehemänner, Mütter und sonstige Angehörige vorzustellen. Abgesehen davon scheinen Anita und Tante Beate irgendwie den wichtigsten Punkt zu übersehen. Bennos ist nicht von Ausserirdischen entführt und auch nicht vom schwarzen Mann in eine andere Dimension verschleppt worden. Er ist abgehauen und das hat er offenbar geplant. Wies aussieht wusste er genau wann er wohin gehen wollte. Selbst wenn ihn jemand sieht, selbst wenn die Polizei kommt. Benno ist 18, die können gar nichts machen. Das haben uns die Kripo-Beamten, die mich und Patrick befragt haben selbst gesagt. Wenn überhaupt, dann müsste jemand von uns ihn ausfindig machen. Benno ist für mich wie ein Bruder, Leute. Das könnt ihr mir glauben. Aber immer wenn ich an das Foto denke (das ihr da unten sehen könnt), wird ich sauer.  Ich fühl mich von ihm im Stich gelassen. Gerade jetzt. In dieser Situation. Ich könnte ausrasten, ausrasten, ausrasten. Warum erzähl ich euch morgen…

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Na, Hundchen?

Posted in Daniel on Juni 13th, 2009 by vermisst

Hundeslaon 2

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Erst die Tölen, dann der Terminator

Posted in Daniel on Juni 13th, 2009 by vermisst

Meine Mutter hat mich dazu verdonnert im Salon zu helfen. Das ist ein Deal zwischen uns. Deswegen kann ich mich eigentlich nicht richtig beschweren. Dafür krieg ich 50 € pro Monat Extra-Kohle. Und heute ist Zahltag. Fegen, feucht aufwischen und die Fellreste wegsaugen. Es hält sich in Grenzen, aber ich kann die Viecher echt nicht mehr sehen. Seit 11 Jahren hat meine Mutter jetzt den Hundesalon. Ursprünglich hat sie mal Verkäuferin in einem Jeansladen gelernt, dann war sie Hausfrau, aber sich meine Eltern getrennt haben, da wollte sie ihre eigene Chefin sein. Sie mochte Hunde schon immer, aber das es ausgerechnet diese kleinen Yorkshire Tölen sein müssen. Sehr euch die doch mal an!!  Na ja, in der Nachbarschaft gibt’s viele von denen, so ist Mama eigentlich überhaupt erst auf die Idee gekommen. Die Witze in der Schule kratzen mich nicht mehr. Am Anfang war ich ziemlich genervt, aber wenn der 500000000ste Hundefick Witz kommt, dann muss ich gähnen. Ausserdem hab ich von Benno gelernt, das man einfach selbst einen Witz über das machen muss, was einem an sich peinlich ist. Dann ham die anderen keinen Spass mehr dran. Funktioniert eigentlich immer.
Patrick und ich wollen uns heute Abend Terminator – Die Erlösung ankucken. Mal sehen ob ich ein paar Bugs finde. Schreib ich euch morgen dann alles.

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Das letzte Foto vom Bankautomaten bei Hamburg

Posted in Daniel on Juni 12th, 2009 by vermisst

Es war Anfang Februar und es war ziemlich dunkel und kalt an dem Tag. Ich war auf dem Heimweg von der Schule. Wir ham uns mit der Video-AG dort getroffen weil der Direktor eine neue Kamera kaufen wollte und wir durften mitentscheiden. Mein Akku war fast alle, als Anita angerufen hat. Anita ist Bennos Mutter. Wir dürfen sie mit Vornamen ansprechen. Sie ist da ziemlich locker. Ganz anders als Bennos Vater. Patrick und ich haben sie im letzten Jahr ganz gut kennengelernt. Als die Sache mit seinem Vater passiert ist, haben wir beim Aufräumen geholfen.

Sie hat mich gebeten zu kommen. Benno war damals knapp zwei Monate weg und das hat man richtig gemerkt. Die Wohnung von Bennos Eltern ist ziemlich gross. Sie liegt über einer Jugendherberge. Sein Vater macht dort nebenbei den Hausmeister. Deshalb wohnen sie praktisch umsonst in dem alten Haus. Es gibt einen grossen Flur und viele Zimmer. Als ich hingekommen bin, lag auf dem Küchentisch ein Foto. Das von der Überwachungskamera. Aufgenommen wurde es in der Nähe einer Raststätte bei Hamburg. Anita hat nichts gesagt und mich gebeten leise zu sein. Sie hatte Bennos Vater das Foto noch nicht gezeigt. Die Polizei geht seitdem davon aus, dass er sich irgendwo in Hamburg aufhält. Von da ab wusste ich nicht mehr was ich denken sollte. Ich mein, warum hat er überhaupt nichts gesagt? Das Foto beweist ja, das er abgehauen ist. Es also geplant war und nicht irgendwie passiert ist. Vielleicht gibt’s aber auch irgendwelchen Gründe. Aber wie können die wichtiger sein als unsre Freundschaft??

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